Weil Flair unbezahlbar ist
Soll das Stadthaus saniert werden und rechnet sich eher ein Neubau? Diese Frage untersuchen zu lassen, schlägt die Stadtverwaltung vor. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wird zurzeit in den Ausschüssen vorberaten, der Rat soll am 8. Juli entscheiden. Die Verwaltung will sich dabei externen Sachverstands bedienen, indem sie ein Gutachten in Auftrag gibt. Ziel ist es herauszufinden, welche Entscheidung zur Zukunft des Stadthauses wirtschaftlich und mit Blick auf die gesamtstädtische Entwicklung am sinnvollsten ist. Zwei Aufgabenfelder sollen ausgeschrieben werden: die technisch-wirtschaftliche und die juristische Beratung.
Die Sanierungskosten für das 1978 fertig gestellte Stadthaus werden auf rund 70 Millionen Euro geschätzt. Einige Arbeiten müssen auf jeden Fall durchgeführt werden, weil sie unaufschiebbar sind, so vor allem die Erneuerung der Brandmeldeanlagen und der Niederspannungshauptverteilung, die zusammen etwa 1,6 Millionen Euro kosten werden. Außerdem stehen in den nächsten zwei Jahren unter anderem die Sanierung der Brandschutzklappen in den unteren Geschossen und der Flachdächer an, was mit 7,4 Millionen Euro zu Buche schlagen wird.
Eine Arbeitsgruppe prüft zurzeit, ob eine vollständige Sanierung des Stadthauses durch die Stadtverwaltung geschehen soll oder ob es Alternativen an anderen Standorten gibt, zum Beispiel
einen Neubau durch die Stadt oder ein PPP-Projekt, bei dem die Stadt das Gebäude anmietet. Diese
Kosten müssen gegenübergestellt werden, um dem Rat eine Entscheidungsgrundlage zu geben. Da ein Bonner Unternehmen ein Stiftungsmodell angeboten hat, sind auch stiftungsrechtliche Fragen zu klären. Auch beim Stiftungszweck möchte sich die Stadt einbringen.
(Quelle: Bonn Live online, Dienstag, 29. Juni 201)