AKTUELLES

Internationalen Stummfilmtage - 26. Bonner Sommerkino

3. August 2010

Am 12. August 2010 eröffnet der Film Metropolis, in restaurierter Fassung, die Bonner Stummfilmtage.

Am 12. August 2010 beginnen die Internationalen Stummfilmtage - 26. Bonner Sommerkino mit einer restaurierten Fassung des Films METROPOLIS. Entdeckt wurde diese restaurierte Fassung des klassikers "Metropolis" in Argentinien, von Fernando Martín Peña und der Direktorin des Museo del Cine, Paula Félix-Didier. Dort lagerte ein 16-mm-Negativ des Films, das 30 Minuten Filmmaterial enthält, das in keiner anderen überlieferten Kopie vorkommt.

Internationale Stummfilmtage – 26. Bonner Sommerkino 12. bis 22. August 

Auswahl der Filme, die für das diesjährige Programm bereits feststehen:

Eröffnungsfilm am 12.8.2010 - METROPOLIS
Musik: Zimmermann-Ensemble
Deutschland 1925/26, Regie: Fritz Lang
Darsteller: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich
Die Voll-Restaurierung eines der größten Stummfilm-Klassiker, nachdem eine vollständige 16 mm-Kopie in Buenos Aires entdeckt wurde. Die berühmte Handlung um den Roboter im Metropolis der Zukunft wird dadurch verständlicher.

DER BETTLER VOM KÖLNER DOM

Musik: Günter A. Buchwald
1927, Regie: Rolf Randolf
Darsteller: Hanni Weisse, Elza Temary, Henry Stuart
Als Bettler verkleidet treibt eine Diebesbande ihr Verbrechen in Köln, bis der internationale Polizei-Agent Tom Wilkens erscheint. Alle Genüsse des Detektiv-Films tauchen hier auf.

DER BLAUE EXPRESS

Musik: Günter A. Buchwald
SU 1929, Regie: Ilja Trauberg
Darsteller: Sergei Minin, Jakov Gudkin, Iwan Saweljew
Ein Zug in Fern-Ost; die erste, zweite und dritte Klasse sind Symbole des Klassenkampfes, der nur mit Revolution beendet werden kann. Ein spannendes Abenteuer auf engem Raum; Trauberg beweist damit, dass man ihn nicht nur als Bruder von Leonid oder Assistent von Eisenstein wahrnehmen sollte.

THE CAMERAMAN

Musik: Neil Brand
USA 1928, Regie: Edward Sedgwick
Darsteller: Buster Keaton, Marceline Day, Harold Goodwin
Keatons erster Film für MGM. Obwohl er nicht mehr die gleiche künstlerische Kontrolle hatte wie bisher, ist dies kaum merkbar. Die Geschichte eines Wochenschau-Kameramann, der sich während der „Tong Wars“ in New York City verliebt, gilt immer noch als kleines und sehr ulkiges Meisterwerk.

DIE FILMPRIMADONNA

Musik: Neil Brand
Deutschland / Dänemark 1913, Regie: Urban Gad
Darsteller: Asta Nielsen, Paul Otto, Fritz Weidemann
Asta Nielsen, einer der ersten großen Weltstars, zeigt im erhaltenen Fragment dieses Films (Regie führte, wie bei den meisten ihrer frühen Filme, ihr Mann Urban Gad) was für eine Macht ein Publikumsliebling ausüben konnte: Der Star spielt einen Star, bringt sich in den gesamten Prozess der Filmproduktion ein – vom Drehbuch bis ins Film-Labor – und ist nur mit Perfektion zufrieden.

FOUR JUST MEN

Musik: Stephen Horne
GB 1921, Regie: George Ridgwell
Darsteller: Cecil Humphreys, Teddy Arundell, Charles Croker-King
Basiert auf dem Edgar Wallace Thriller von 1905. Im Film wird erzählt wie die vier gerechten Männer einen Mord planen, sollten die Arbeitsbedingungen in einer Fabrik nicht verbessert werden.

GEFANGENE SEELE

Musik: Christian Roderburg & Ensemble
1917, Regie: Rudolf Biebrach
Darsteller: Henny Porten, Curt Goetz, Paul Bildt
Noch vor Das Kabinett des Dr. Caligari, schrieb Robert Wiene das Drehbuch dieses Films, der auch von Verbrechen unter Hypnose handelt. Das ist aber nur die Anfangs-Situation, dazu stoßen schnell alle Elemente des romantischen Krimis.

GRASS

Musik: Neil Brand / Günter A. Buchwald
Iran 1925, Regie: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack
Die jährliche Wanderung des Bakhtiari-Volks im heutigen Iran. Ein spektakulärer Dokumentarfilm der Filmemacher, die später King Kong inszenierten.

HOTEL IMPERIAL

Musik: Joachim Bärenz / Christian Roderburg
1927, Regie: Mauritz Stiller
Darsteller: Pola Negri, James Hall, George Siegmann
Hotel Imperial war der zweite Versuch Stillers (er starb 1928) einen Film in den USA zu drehen. Im ersten Weltkrieg ist eine Kleinstadt in Österreich russisch besetzt. Ein Zimmermädchen im Hotel bringt sich in Gefahr, um einen österreichischen Offizier zu retten. Der Komiker Max Davidson ist in diesem Film zu erleben.

DAS MÄDCHEN VOM MOORHOF

Musik: Günter A. Buchwald
Schweden 1917, Regie: Victor Sjöström
Darsteller: Greta Almroth, Nils Arehn, Thekla Borgh
Zum ersten Mal bearbeitet Victor Sjöström einen Roman von Selma Lagerlöf, die sich weigerte ihre Bücher verfilmen zu lassen, bis sie die Kunst von Sjöström erlebte. Der Sohn eines Landbesitzers (eine ganz frühe Rolle für Lars Hanson) freundet sich mit der Tochter eines Bauers an. Da sie ein uneheliches Kind hat, entwickelt sich daraus ein Melodrama.

MODERN HORROR 100.000.000 YEN

Musik: Stephen Horne
Japan 1929, Regie: Torajiro Saito
Darsteller: Tatsuo Saito, Junko Matsui, Takeshi Sakamoto
Eine verrückte kurze Komödie und ein bisher unbekanntes Werk des bekannten japanischen Komödien-Regisseurs Saito, das erst 2004 entdeckt wurde. Ein junges Paar flüchtet und trifft auf einem Berg Menschen, die den vergrabenen Schatz eines Diebes suchen – und Gespenster...
 

ORIGIN OF BEETHOVEN’S MOONLIGHT SONATA 

Musik: Joachim Bärenz & Pien Straesser
1909
Eine Produktion der Edison Company. Die vermutliche Entstehungsgeschichte der Mondscheinsonate; in dieser Fassung improvisiert der Komponist im Dunkeln für ein blindes Mädchen.
 

A POET FROM THE SEA

Musik: Günter A. Buchwald
China 1927, Regie: Hou Yao
Darsteller: Hou Yao, Lam Cho-cho, Lee Dan-dan
Das erhaltene Fragment einer beeindruckenden chinesischen Produktion. Der Regisseur selber spielt die Hauptrolle – einen Dichter, der sich auf eine Insel zurückzieht, um der modernen Zivilisation zu entkommen.
 
 

THE SALVATION HUNTERS

Musik: Joachim Bärenz
USA 1925, Regie: Josef von Sternberg
Darsteller: Georgia Hale, George K. Arthur, Bruce Guerin
Josef von Sternbergs erster Film als Regisseur wurde fast als Amateur-Versuch gedreht (mit Produktionsgeldern des Hauptdarstellers), brachte ihm aber viel Aufmerksamkeit – in erster Linie wegen seiner düsteren Stimmung. Besonders viel Lob erntete er von Charles Chaplin. Ein arbeitsloser Junge geht mit einem enttäuschten Mädchen und einem Waisekind in die Großstadt, wo eine harte Realität herrscht.

SO’S YOUR OLD MAN

Musik: Stephen Horne
1926, Regie: Gregory La Cava
Darsteller: W. C. Fields, Alice Joyce, Charles „Buddy“ Rogers
Einer der besten Stummfilme von La Cava und Fields, die beide durch ihre Tonfilme viel bekannter sind. Fields spielt einen Erfinder (Opfer seiner ganzen Familie), dessen Versuch seine große Erfindung zu zeigen, missglückt. Aber dann begegnet er einer Prinzessin...

SO THIS IS PARIS (Ernst Lubitsch)

Musik: Zimmermann-Ensemble
1926, Regie: Ernst Lubitsch
Darsteller: Monte Blue, Patsy Ruth Miller, André Beranger, Lilyan Tashman, Max Barwin
Die letzte der fünf sex comedies, jener bahnbrechenden Gesellschaftssatiren, die Lubitsch zwischen 1924 und 1926 für Warner Bros. inszenierte – und abermals eine Geschichte von zwei Paaren, die (etwas gelangweilt von ihrem institutionalisierten Eheleben) beginnen, quasi übers Kreuz zu flirten.

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