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Der Remigiusplatz und der Bischofsplatz – Zwei Nachbarn mit ungleichem Bekanntheitsgrad

23. August 2011

Bonner Plätze und Straßen – Teil 7

Die letzten beiden vorgestellten Plätze in der city-marketing-bonn-e.V.-Sommerserie liegen direkt nebeneinander. Dennoch gibt es im Bekanntheitsgrad dieser Orte durchaus Unterschiede. Weil sich der Remigiusplatz direkt an der Remigiusstraße, eine der Haupteinkaufsstraßen der Bonner Innenstadt, befindet, ist er um einiges prominenter als der Bischofsplatz, der die Rathausgasse und die Straße Am Hof verbindet. In der Vergangenheit waren Remigiusplatz und Bischofsplatz vor allem in religiöser Hinsicht für die Innenstadt sehr relevant. Die beiden benachbarten Areale werden heute umgeben von Geschäften und Cafés.
Im Mittelalter befand sich auf dem heutigen Remigiusplatz der größte mittelalterliche Friedhof der Stadt. 1787 verordnete der letzte in Bonn residierende Kurfürst, Maximilian Franz, aus hygienischen Gründen sämtliche Begräbnisplätze innerhalb der ehemaligen Stadtmauer zu schließen. Die Remigiuskirche, die sich ebenso auf dieser Fläche unweit des Bonner Münsters befand, existierte noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Durch einen Blitzschlag um 1800 herum wurde sie so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden musste und ihr Name 1806 auf die damalige Minoritenkirche in der Brüdergasse übertragen wurde, die bis heute nach dem von 436 bis 533 in Frankreich lebenden Bischof benannt ist. Erst seit 1978 heißt die Fläche in Gedenken an das Kirchengelände Remigiusplatz, vorher wurde sie als Römerplatz bezeichnet.
In naher Zukunft soll sein Aussehen zugunsten der Attraktivität ein wenig verändert werden. So ist vorgesehen, bei den Umbaumaßnahmen die öffentliche unterirdische Toilette zu schließen und sie in den dortigen Kiosk zu integrieren. Möglicherweise kann der Keller dann als Möbellager für die Außengastronomie genutzt werden. Der Platz soll einen neuen Belag erhalten und den Baum freistellen. Der Brunnen wird wohl an die Ecke Remigiusstraße/Acherstraße versetzt und gegebenenfalls durch weitere Wasserspiele ergänzt. Was mit dem Blumenmarkt geschieht, ist derzeit noch unklar. Ob er wegen der Erreichbarkeit der hinteren Gebäude aufgegeben oder weiterhin durchgeführt wird, entscheidet die Bezirksregierung nach der Sommerpause. Die Kosten der Maßnahmen werden auf knapp 500 000 Euro geschätzt, etwa die Hälfte erhält die Stadt aus Landesmitteln.
Obwohl er direkt ans Alte Rathaus angrenzt, ist der Bischofsplatz unbekannter als der Remigiusplatz. Selbst die Bushaltestelle, die am Bischofsplatz eingerichtet ist, trägt den Titel „Markt“. Die Namensherkunft ist fast schon selbsterklärend. Als der Erzbischof von seiner Residenz zum Markt gehen wollte, schritt er regelmäßig über den Platz, den die Stadt Bonn 1973 mit dem noch heute gültigen Titel versah. Vorher existierte hier das Bischofsgässchen.

Während der Sommerferien stellt city-marketing bonn e.V. auf seiner Homepage die wichtigsten Plätze und Straßen der Bonner Innenstadt vor. Teil acht der Reihe befasst sich mit den Haupteinkaufsstraßen der Innenstadt: Remigiusstraße, Wenzelgasse, Sternstraße und Poststraße.
Bisherige Portraits gingen um den Bottlerplatz, den Kaiserplatz, den Friedensplatz, den Bertha-von-Suttner-Platz, den Marktplatz und den Münsterplatz.
Folgende city-marketing-bonn-e.V.-Mitglieder haben ihr Unternehmen am Remigiusplatz und Bischofsplatz und setzen sich für die Bonner Innenstadt ein:
Landgraf classic, Remigiusplatz 1
Köttgen Hörakustik, Rathausgasse 18
Bouvier, Am Hof 28-32
Schuhstube "Am Hof", Am Hof 16-18

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