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Der Münsterplatz – Das verbindende Element der Bonner City

28. Juli 2011

Bonner Plätze und Straßen – Teil 1

Galeria Kaufhof, Sinn Leffers, Karstadt, van Dorp, Post, Beethoven und das Bonner Münster – der Münsterplatz verbindet weltliche und religiöse Elemente der Innenstadt. Aber auch auf der Veranstaltungsfläche von rund 1500 Quadratmetern finden regelmäßig Events wie das BonnFest, die Klangwelle oder der Weihnachtsmarkt statt. Er ist damit nicht nur der größte, sondern wohl auch der vielseitigste Ort in der Bonner City.
Die Geschichte dieses Platzes geht bis auf das vierte Jahrhundert zurück. Damals entstand dort eine Totengedenkstätte (cella memoriae) für die beiden Märtyrer und Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius. Noch heute erinnern an die beiden enthaupteten Soldaten zwei Köpfe auf dem südlichen Teil des Platzes am Münster. Zudem begeht Bonn jährlich im Oktober das Stadtpatronefest.
Rund zwei Jahrhunderte nach der Errichtung der Gedenkstätte wurde auf ihrem Areal eine Märtyrer-Kirche errichtet, schon bald bildete sich daraufhin eine kleine Stiftssiedlung (villa Basilica). Diese war geistlicher Mittelpunkt der Region, beherbergte neben den Stiftsherren aber auch weltliche Grundherren, Handwerker und andere abhängige Leute des Stiftes. Auf der Westseite des Platzes, dem heutigen Postgebäude, war das Palais des Stiftsdechanten. Die Grundflächen der Herrenhöfe waren um ein Vielfaches größer als die Grundstücke der anderen Bürger. Diese Tatsache besitzt bis heute Bedeutung, denn die größeren Grundstücke um den Münsterplatz erleichterten es späteren großflächigen Nutzungen etwa den dortigen Kaufhäusern, die nötigen Grundstücksflächen zusammenzufügen.
Damals diente der Platz nicht nur Prozessionen, er war auch Gerichtsstätte. Der Pranger wurde ab dem 13. Jahrhundert zum Vollzug von Ehrenstrafen wie Eigentumsdelikten, Treuebruch und Meineid genutzt. Als weiteres Zeichen der Gerichtsbarkeit stand auf dem Platz bis zur Französischen Revolution 1789 ein Löwenmonument, das „Steinerne Wölfchen“. Heute kann es noch im Vestibül des Rathauses besichtigt werden. Der Löwe ist sogar im Bonner Stadtwappen zu sehen.
Der Bau des Münsters begann Mitte des 11. Jahrhunderts. Etwa um 1230 wurde er in seiner heutigen Form vollendet. Zwei Bauphasen machen sich in seiner Fassade bemerkbar. Das schlichte Unterteil aus der Salierzeit ist der Romanik zuzuordnen, während das Oberteil aus der Stauferzeit in die frühe Gotik gehört. Der mächtige Vierungsturm, der eine weithin sichtbare Landmarke darstellt, ragt 81 Meter in den Bonner Himmel. Zu der dreischiffigen Basilika mit zwei Chören ist durch den Kreuzgang auf der Südseite der Kirche eine Oase der Ruhe inmitten des urbanen Lebens eingerichtet worden.
Der berühmteste Sohn der Stadt gehört seit 1845 zum Bild des Münsterplatzes dazu. Der Dresdner Künstler Ernst Hähnel gewann den eigens dafür ausgerichteten Wettbewerb und schuf im Rahmen des 75. Geburtstages Ludwig van Beethovens das Denkmal des Komponisten. An den Feierlichkeiten nahmen auch die englische Königin Victoria sowie König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen teil. Die beiden verfolgten vom Balkon des Dechantenpalais die Zeremonie und sollen etwas überrascht gewesen sein, als die Statue ihnen nach der Enthüllung den Rücken zuwandte.

Während der Sommerferien stellt city-marketing bonn e.V. auf seiner Homepage die wichtigsten Plätze und Straßen der Bonner Innenstadt vor. Teil zwei der Reihe befasst sich mit dem Marktplatz.

Folgende city-marketing-bonn-e.V.-Mitglieder haben ihr Unternehmen am Münsterplatz und setzen sich für die Bonner Innenstadt ein:
Münster-Apotheke, Münsterplatz 22
Stadtbrotbäcker Rott, Münsterplatz 9
Wilhelm van Dorp, Münsterplatz 25
SinnLeffers, Remigiusstraße 13
Galeria Kaufhof, Remigiusstr. 20-24
Karstadt, Poststraße 23

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